Ganz ehrlich: Eltern von Kindern im schulpflichtigen Alter ist oft schon ein bisschen mulmig vor den Sommerferien. 6 Wochen sind die lieben Kleinen zu Hause - und man merkt wo ihre Ecken und Kanten mit den eigenen kollidieren...
Jetzt kommt zu den 5 Wochen "schulfrei" noch der Spaß, dass man sie irgendwie dazu bringen muss, die Aufgaben, die ab und zu mal aus dem überlasteten Mebis-Server tropfen, wenigstens halbwegs anständig zu lösen. Außerdem kann man sie im Sommer wenigstens an den See oder ins Freibad schicken oder mal einen tollen Familienausflug in einen Freizeitpark in Aussicht stellen. Das ist momentan auch nicht drinnen.
Jetzt kommt zu den 5 Wochen "schulfrei" noch der Spaß, dass man sie irgendwie dazu bringen muss, die Aufgaben, die ab und zu mal aus dem überlasteten Mebis-Server tropfen, wenigstens halbwegs anständig zu lösen. Außerdem kann man sie im Sommer wenigstens an den See oder ins Freibad schicken oder mal einen tollen Familienausflug in einen Freizeitpark in Aussicht stellen. Das ist momentan auch nicht drinnen.
5 Wochen zu Hause - ohne Vereine oder großartige Freizeitbeschäftigungen - eine echte Herausforderung.
Lasst uns Ideen sammeln, wie man die Kurzen (oder nicht mehr ganz so kurzen) ohne 24 Stunden Internetzugang beschäftigen kann...
Ich möchte jetzt nicht über Bügelperlen, Puzzles, Bücher oder Gesellschaftsspiele sprechen (auch das - tolle Ideen).
- Wie wäre es denn mal wieder mit Postkarten oder Briefen? Kann man den Omas und Opas schicken - dann sind die nicht so traurig über den kalten Enkel-Entzug. In so ein Kuvert kann man auch toll die selbstgemalten Bilder packen oder die Karten selbst gestalten.
- Bestimmt freuen sich Omas, Tanten, Nachbarn oder wer auch immer auch über selbstgebackene Kuchen oder Muffins. Die kann man wundervoll vor die Türe stellen (und nen netten Brief dazu, s.h. oben)
- Letztes Jahr war das Bienen-Thema ganz groß. Wie wäre es denn, eine Blumenwiese oder einen Blumen-Kasten anzulegen und/oder ein Insektenhotel zu bauen?
- Vogelhäuser oder Vogelfutterstationen kann man das ganze Jahr über bauen
- Gibt es eine Digitalkamera im Haus? Stellen Sie sich gegenseitig lustige Foto-Aufgaben (fotografiere jemanden aus einer ungewöhnlichen Perspektive, fotografiere etwas rotes, fotografiere 3 Menschen gemeinsam, ...) oder üben sie gemeinsam "ernsthaftes" Fotografieren
- Lassen Sie die Stunde der Gartenvögel stattfinden - beobachten Sie gemeinsam, was sich so tut.
- Gehen Sie viel in die Natur. Beobachten Sie, wie alles zu wachsen und zu blühen beginnt, genießen Sie die Sonne.
- Sammeln Sie beim Spaziergang Steine und bemalen Sie diese zu Hause.
- Wie wäre es mit einer Feldweg-Olympiade? Wer hüpft am Weitesten? Wer ist als erster am nächsten Baum, wer kann am schnellsten Rückwärtslaufen?
- Blumen pflanzen und beobachten, wie Sie wachsen - wann hat man denn dazu normalerweise Zeit?
- Wann haben Sie das letzte Picknick gemacht?
- Gibt's in der Nachbarschaft alte oder kranke Menschen? Vielleicht kann man auch für die einkaufen gehen und die Sachen vor die Türe stellen.
- Wie wäre es mit einer Handy-gefilmten Turnaufführung für Oma und Opa? Da die ja wahrscheinlich mittlerweile auch schon WhatsApp haben ist das heutzutage meist kein großes Problem mehr
- Mehr als ein Kind? Wie wäre es mit einem gemeinsam gemalten Bild?
- Seifen gießen - seit Händewaschen wieder en vogue ist, kann man damit sogar was anfangen
- Man könnte auch gaaaanz viele Danke-Karten basteln und mal an die Einzelhandelsfiliale, die Arztpraxis, den Rettungsdienst, den Briefträger... verteilen oder schicken - die freuen sich sicher
- Pädagogisch wertvoll könnte man den Lieblingsfilm ja auch mal auf Englisch anschauen
- und die Chips zum Kinoabend - oder das Popcorn kann man auch selbst machen (oder ist Popcornmais auch ausverkauft?)
- ein gemeinsamer Wellness-Tag? Mit gegenseitiger Massage, einem Fußbad, einer Kämm-Kette, selbst hergestellter Gesichtsmaske...
- Als ich jung war (lange her), da war es noch normal, 2-3 Stunden mit anderen Menschen zu telefonieren. Eine Kunst, die mittlerweile fast vergessen ist - könnte man aber wiederbeleben
- Radtouren sind auch wunderbar mit dem empfohlenen Sicherheitsabstand zu verbinden
- Vielleicht ist ja der richtige Zeitpunkt, um den lieben Kindern mal das Stricken und Häkeln beizubringen? Gibt es auch tolle Anleitungen auf youtube - wer es nicht selbst kann...
- Erfindet eine neue Begrüßung, da der gute alte Händedruck ja jetzt ausgedient hat...
- Da die ersten Klorollen wahrscheinlich schon leer sind könnte man die auch schon mal verbasteln... Die weniger Kreativen können sie als Durchkrabbel-Rolle in den Hamsterkäfig legen - man kann aber auch Schmetterlinge, Raben, Stiftutensilos oder sonst was draus machen. Einfach mal bei pinterest schauen.
- Seifenblasen sind toll. Mit Spülmittel und Wasser und evtl. noch etwas Stärke kann man sich selbst Seifenblasenflüssigkeit herstellen. Und mit Pfeiffenreinigern, Haargummis oder Kleiderbügeln kann man sogar besonders große Seifenblasen machen. Anleitungen gibt es im Internet genug.
- Wie wäre es denn, gemeinsam alte Fotoalben anzuschauen? Die der Kinder, die eigenen - und dazu die Geschichten erzählen, die so schnell vergessen werden
- Frage- und Antwortspiele sind auch toll - jetzt haben wir ja auch mal wieder Zeit zum Zuhören. Vielleicht können uns ja die Omas und Opas auch am Telefon erzählen, wie es bei Ihnen war.
- Kennen Sie noch die guten alten Party-Spiele wie Schokoladenessen, Luftballon- oder Zeitungstanz, Würstchenschnappen, Reise nach Jerusalem, ...? Viele unserer Kinder kennen das nicht mehr
- Meine Kinder lieben das Bazeln mit Schleim oder Zauberteig (Stärke mit Wasser) - probieren Sie es aus...
- Stadt-Land-Fluss oder Schiffe versenken kann man mit ganz wenig Aufwand und ohne große Investitionen selber basteln
- gestalten Sie doch gemeinsam ein eigenes Memory und spielen es mit den Kindern
- für größere Kinder: wie wäre es mal mit einem fremdsprachigen Buch oder Hörbuch?
- Nicht-den-Boden-berühren à la Pipi Langstrumpf wäre doch auch wieder mal lustig
- Hund-Katze-Maus... Kennen Sie noch Montagsmaler? Oder Hang-Man? Auch damit kann man mal ne Stunde totschlagen
- einige Museen bieten einen online-Rundgang an: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/coronakrise-kultur-online-erleben-in-zeiten-der-isolation/
- Hörbücher, CDs, Audiobooks - auch diverse Anbieter haben hier in Zeiten der Corona-Pandemie ihr Angebot um kostenlose Möglichkeiten erweitert (z. B. Audible oder Nextory)
So, jetzt bin ich mal gespannt. Schreibt doch einfach in die Kommentare, was ihr noch für Vorschläge habt.
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