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Was ich mir zu Weihnachten schenke

Weihnachten steht vor der Tür und gefühlt dreht die ganze Welt gerade am Rad.  Besonders in scheint gerade zu sein, sich selbst über alles zu stellen. Das geschieht im Großen der Weltpolitik, wo es anscheinend nur noch Despoten und größenwahnsinnige Egomanen gibt, das passiert aber auch im Kleinen, in Partnerschaften, Familien und anderen sozialen Gefügen, wo man sich das Recht nimmt, über die Grenzen der anderen hinweg seine eigenen Wünsche oder Ansichten durchzudrücken oder seine Wahrnehmung als die unverbrüchliche Wahrheit anzunehmen. Auch in meinem näheren Umfeld hat das im letzten Jahr stark zugenommen. Beruflich und privat.  Ich schenke mir jetzt selbst zu Weihnachten das Recht, da auszusteigen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer ein offenes Ohr habe, dass man zu mir immer kommen kann, dass ich helfe, wenn ich kann. Das werde ich auch weiterhin tun. Was ich jedoch nicht mehr tun werde, ist, zuzulassen, dass ich für die Befindlichkeiten von anderen die Verantwortung...
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Entscheidungen und Konsequenzen

 Lange war es still hier. Zum einen, weil ich nicht immer nur über das Dauerbrenner-Thema "Corona" schreiben wollte - ist ja schließlich eigentlich kein politischer Blog. Zum anderen, war privat einiges los. Aber in letzter Zeit brodelt es mal wieder in mir.  Und zwar, weil es mir in letzter Zeit immer wieder passiert, dass Menschen in meinem Umfeld oder in meiner social-media-Blase das Thema Impfen mit mir diskutieren und sich dabei zu Opfern stilisieren. Das bringt mich langsam an den Rand der Verzweiflung. Da wird ein Bild der Unterdrückung und der Ausgrenzung gezeichnet, das aus meiner Sicht so nicht richtig ist. Vielmehr ist es doch so, dass einige Menschen die Entscheidung getroffen haben, sich nicht impfen zu lassen. Sie haben diese Entscheidung bewusst und für sich getroffen. Ich bin mir sicher, sich haben (für sich) gute Gründe. Wahrscheinlich würde ich diese Gründe nicht als gut erachten - aber das ist ein anderes Thema. Worum es mir eigentlich geht: Sie haben eine ...

Solidarität - kann man das essen?

Ich liege weit hinter meiner angestrebten Blog-Frequenz zurück. Das hat mehrere Gründe. Ein kleiner Unfall hier, zu viel Arbeit da - hauptsächlich aber die Tatsache, dass ich einerseits nicht nur Belanglosigkeiten schreiben, andererseits aber auch nicht immer und immer wieder das selbe Thema beackern will. Die meisten anderen Themen scheinen aber im Vergleich zu Corona und der damit verbundenen Politik belanglos... Also auf ein Neues.... Das bayerische Schuljahr 2020/2021 neigt sich dem Ende zu. Ein außergewöhnliches Schuljahr, das viele Knackpunkte und Schwachstellen des Systems, der Ausstattung, der Lehrerausbildung, der Lehrpläne, der Schulgebäude, der Lehrer-Kind-Beziehungen, der Elternhäuser ... sehr deutlich aufgezeigt hat. Wäre man sehr naiv oder extrem optimistisch könnte man denken: "Jetzt wissen wir, wo es hängt, jetzt können wir gezielt daran etwas ändern." Ja, theoretisch könnte man das. Man könnte Klassenzimmer mit Lüftungen ausstatten, Schulen mit schnellem und ...

"Für die Kinder..."

Ich habe meine Blog-Frequenz die letzten Wochen runtergefahren, weil ich nicht immer nur motzen und meckern wollte.  Aber irgendwann ist es auch mal wieder gut... Ganz ehrlich: Wenn ich noch einmal von irgendeinem Politiker höre "wir entscheiden für die Kinder", dann muss ich schreien. FÜR die Kinder wurde hier schon lange nichts mehr entschieden. IM SINNE der Kinder schon gleich zweimal nichts. Und in diesem Bereich werfe ich der Regierung/den Regierenden tatsächlich totales Versagen vor. Ja, mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Kinder und Jugendlichen nicht daran sterben, dass sie momentan total ins Hintertreffen geraten. Wahrscheinlich werden Sie auch keine lebensgefährdenden Schäden davon tragen. Trotzdem kotzt es mich an, dass jemand sich hinstellt und sich auf die Schultern klopft dafür, wie toll doch alles gemanagt wird und wie gut wir auch auf die Kinder und Jugendlichen schauen. Tatsache ist: Entscheidungen, die die Politik trifft, orientieren sich an der Wirtsch...

Be- oder Ab- urteilen?

Mich begleitet mein Leben lang schon die Tatsache, dass ich ganz schlecht damit klar komme, wenn andere über mich urteilen und aufgrund ihres Urteils über mich entscheiden.  Dass das passiert ist normal. Schließlich (be)urteilen wir im normalen Alltag ständig. Das ist angeboren und äußerst hilfreich. Jeder von uns muss täglich ganz viele Entscheidungen treffen, die schnell und meist aufgrund eines unbewussten Urteilsprozesses gefällt werden. Es gibt aber auch Entscheidungen, die bewusst und nach reiflicher Überlegung getroffen werden (oder zumindest getroffen werden sollten) - und die haben Potential für große Verletzungen.  Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich habe das Gefühl, dass solche Situationen besonders häufig im Arbeitskontext zwischen Führungskräften und deren Mitarbeitern auftreten. Wahrscheinlich, weil es hier besonders oft um derartige Be- und leider häufig auch Ab-wertungen geht. Da sind Menschen, die rein von der Hierarchie her befugt sind, mich zu beurteilen....

Fehler auf der Seite

Herr Dr. Söder, Herr Prof. Dr. Piazolo, ich möchte Sie nur kurz auf einige Fehler auf der Internetseite des bayerischen Kultusministeriums hinweisen: Dort steht im Slider der ersten Seite, dass der Distanzunterricht keine Schülerinnen und Schüler zurücklassen soll. Der darunterstehende Text weist daraufhin, dass Sie, Herr Piazolo, die Wichtigkeit betonen, alle Schülerinnen und Schüler mitzunehmen. In Anbetracht dessen, wie seit Beginn der Coronakrise mit den Kindern, Lehrern und Eltern umgegangen wird, würde ich dazu neigen, bereits hier ein en Fehler auf der Seite zu vermuten … Damit jedoch nicht genug. Unter dem Punkt „Neuer Fahrplan für das zweite Schulhalbjahr 2020/2021“ heißt es „ Auch beim Übertritt in der Jahrgangsstufe 4 nehmen wir zeitlichen Druck heraus“ und weiter unten auf der Seite steht „Die Zahl der Probearbeiten wird erneut reduziert – von 18 auf 14 Probearbeiten. Der Termin für das Übertrittszeugnis wird vom 3. Mai auf den  7. Mai  verlegt. Die Aufgabe...

ohne jeglichen und schon gar nicht mit freundlichem Gruß

 Als ich ein Kind war, hat mein Vater manchmal Briefe an Stellen, über die er sich geärgert hatte, statt mit dem üblichen " Sehr geehrter Herr ...", "mit freundlichen Grüßen" mit leicht abgewandelten Grußformeln begonnen und beendet. Am Anfang wurde das "Sehr geehrter" gekürzt, bei extremem Ärger auch alle Titel.  Statt "Sehr geehrter Herr Dr. Müller" stand dann da nur noch "Herr Müller". Und beendet wurden derartige Briefe dann zum Beispiel mit: "mit höflichem Gruß" (sehr milder Ärger) oder "mit weniger freundlichen Grüßen" (schon ein bisschen angespannter) oder auch "ganz ohne Gruß" (ziemlicher Ärger). Damals fand ich das furchtbar albern und peinlich. Heute kann ich das so gut verstehen... (Mein Sohn würde sagen: "I feel you...") Ich würde momentan auch gerne einige Briefe schreiben - ganz ohne Titel und mit "ohne jeglichen und schon gar nicht mit freundlichem Gruß". Das würde wahrsch...