Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Februar, 2021 angezeigt.

Fehler auf der Seite

Herr Dr. Söder, Herr Prof. Dr. Piazolo, ich möchte Sie nur kurz auf einige Fehler auf der Internetseite des bayerischen Kultusministeriums hinweisen: Dort steht im Slider der ersten Seite, dass der Distanzunterricht keine Schülerinnen und Schüler zurücklassen soll. Der darunterstehende Text weist daraufhin, dass Sie, Herr Piazolo, die Wichtigkeit betonen, alle Schülerinnen und Schüler mitzunehmen. In Anbetracht dessen, wie seit Beginn der Coronakrise mit den Kindern, Lehrern und Eltern umgegangen wird, würde ich dazu neigen, bereits hier ein en Fehler auf der Seite zu vermuten … Damit jedoch nicht genug. Unter dem Punkt „Neuer Fahrplan für das zweite Schulhalbjahr 2020/2021“ heißt es „ Auch beim Übertritt in der Jahrgangsstufe 4 nehmen wir zeitlichen Druck heraus“ und weiter unten auf der Seite steht „Die Zahl der Probearbeiten wird erneut reduziert – von 18 auf 14 Probearbeiten. Der Termin für das Übertrittszeugnis wird vom 3. Mai auf den  7. Mai  verlegt. Die Aufgabe...

ohne jeglichen und schon gar nicht mit freundlichem Gruß

 Als ich ein Kind war, hat mein Vater manchmal Briefe an Stellen, über die er sich geärgert hatte, statt mit dem üblichen " Sehr geehrter Herr ...", "mit freundlichen Grüßen" mit leicht abgewandelten Grußformeln begonnen und beendet. Am Anfang wurde das "Sehr geehrter" gekürzt, bei extremem Ärger auch alle Titel.  Statt "Sehr geehrter Herr Dr. Müller" stand dann da nur noch "Herr Müller". Und beendet wurden derartige Briefe dann zum Beispiel mit: "mit höflichem Gruß" (sehr milder Ärger) oder "mit weniger freundlichen Grüßen" (schon ein bisschen angespannter) oder auch "ganz ohne Gruß" (ziemlicher Ärger). Damals fand ich das furchtbar albern und peinlich. Heute kann ich das so gut verstehen... (Mein Sohn würde sagen: "I feel you...") Ich würde momentan auch gerne einige Briefe schreiben - ganz ohne Titel und mit "ohne jeglichen und schon gar nicht mit freundlichem Gruß". Das würde wahrsch...

Mit dem Klammerbeutel gepudert

 Zur Zeit denke ich mir ganz oft: "Der/die ist doch mit dem Klammerbeutel gepudert!!!" Normalerweise neige ich ja zu chronischem Kopfschütteln, aber mittlerweile ist die Grenze der nachsichtigen Kopfbewegung echt überschritten. Mitte Januar: Bayern streicht die Faschingsferien, weil im Homeschooling zu viele Inhalte nicht bearbeitet werden.  Ich frage mich: "Ja sind die denn mit dem Klammerbeutel gepudert?!" Was steckt denn da für ein Bild dahinter? "Die Kinder und Lehrer sind doch eh faul, liegen gechillt bis um 9 im Bett, machen dann larifari eine Videokonferenz, schauen sich zwei Youtube-Videos an und bearbeiten dann ein Arbeitsblatt und das wars"??? Ist eigentlich irgendeinem dieser Entscheider klar, was unsere Kinder gerade LEISTEN? Die sitzen zu Hause - ohne Freunde, ohne Kontakt, oft mit angespannten Eltern (oder ganz ohne Eltern, weil die arbeiten müssen/dürfen). Die erarbeiten sich die Inhalte großteils selbst. Denn selbst der engagierteste Lehrer...

meine Meinung

Eigentlich bin ich ja jemand, der unglaublich gerne diskutiert. Es macht mir Spaß, mich spielerisch mit anderen im Wortgefecht zu duellieren. Allerdings verliere ich immer mehr die Freude daran. Nicht, weil ich keine Lust mehr auf Diskussionen habe, sondern weil ich finde, dass zunehmend der Respekt in solchen Wortgefechten fehlt.  Für mich gehört zu einem guten Diskurs, dass man sich so wertfrei wie möglich begegnet. Ich höre mir die Sichtweise des anderen an, ohne denjenigen von Anfang an zu entwerten. Ich bemühe mich, die andere Perspektive zu verstehen, zu sehen, ob daran für mich etwas überzeugend ist. Dann versuche ich, meine Position überzeugend darzustellen ohne den anderen abzuwerten. Dass jemand anders denkt ist zunächst ja nicht strafbar.  Ich lasse mich durchaus überzeugen (wenn jemand wirklich gut argumentiert und es schafft, mir Argumente zu liefern, die ich nachvollziehen kann und die mich eben überzeugen). Mich zu überzeugen ist nicht immer leicht. Es kann soga...

Es lebe die Moralkeule

 Vorsicht: Das wird ein Meckerpost... Also nicht weiterlesen, wenn ihr keine Lust auf Gemecker habt. Mir geht ja mittlerweile wirklich auf den Zeiger, wie sehr derzeit von allen möglichen Seiten die Moralkeule in Anspruch genommen wird. Gibt es irgendwo Coronainfektionen wird sofort vermutet, dass sich Menschen fahrlässig, absichtlich, böswillig und aus niederen Beweggründen nicht an die Auflagen gehalten haben.  Das Ganze erinnert mich ein bisschen an den Anfang von HIV. Da war auch klar: Das kriegen nur Menschen mit gaaaanz schlechtem Lebenswandel. Drogenabhängige und so. Also niemand, der am Samstag ordentlich den Bürgersteig fegt.... Und auf jeden Fall sind die alle selber Schuld. Jawoll. Wer sich heute mit Corona infiziert muss auch so einen liederlichen Lebenswandel führen. Er/sie/es muss im Urlaub gewesen sein, wo man doch jetzt nicht reist oder Verwandte besucht haben oder heimlich Corona-Partys gefeiert haben oder sich sonst irgendeiner Vergnügung hingegeben haben, de...