Geht's Euch auch so? Momentan fühlt sich alles irgendwie total surreal an. Die Zeit, das Leben - alles tropft irgendwie so vor sich hin, wie auf einem Dali-Gemälde.
Jetzt kann man Dali mögen oder auch nicht. Hilft aber ja nichts. Wenn man in einem Dali-Gemälde lebt, interessiert es keinen, ob es einem gefällt.
Mir persönlich hilft ja da meine pragmatische Art weiter. Ich zucke mit den Schultern, denke mir: Ist halt jetzt so und mache so gut es geht weiter.
Und jetzt kommt das Tolle daran: Bisher ist es immer gut weitergegangen. Vielleicht nicht in allen Aspekten, aber insgesamt. Ich fand die Krebserkrankung als solche nicht prickelnd, aber insgesamt hat sie mir gezeigt, wie stark ich bin und wer alles zu mir hält und ich habe meine Prioritätenliste neu sortiert. Unsere wirtschaftlich engen Zeiten waren kein Spaß - aber sie haben mir gezeigt, dass mein Mann und ich gemeinsam alles schaffen können....
Im Leben kommen immer wieder Situationen, die so keiner haben wollte und mit denen man trotzdem klar kommen kann und muss. So ist das Leben.
Momentan erlebe ich, dass viele Menschen extrem verunsichert sind. Das kann ich auch gut verstehen. Denn zur Zeit ist eigentlich nur eines wirklich sicher: Dass wir nicht wissen, was morgen ist. Gut, wenn wir ehrlich sind, ist das auch immer so - aber normalerweise geben wir uns einer Illusion von Sicherheit hin, weil wir zumindest relativ wahrscheinlich sagen können, was morgen ist. In der derzeitigen Lage können wir das nicht, weil in dieser Situation noch niemand von uns war.
Klar kann man sich Gedanken machen, ob das alles angemessen ist, ob überreagiert wird, ob wir uns zu schnell unsere Rechte aus der Hand nehmen lassen, ... Kann man, bringt aber wahrscheinlich nicht viel. Denn selbst wenn es so ist: Was will man denn tun? Widerstand leisten? Sich trotzdem versammeln? Mit welchem Nutzen?
Wer mich kennt weiß, dass ich kein Nicker bin. Von der Tendenz her bin ich eher ein Dagegen-Pinguin. (Mein Chef hat mir mal eine gewisse Renitenz bescheinigt...) Aber ich bin nicht um jeden Preis dagegen. Ich versuche abzuwägen. Und bei der momentanen Abwägung komme ich an den Punkt, dass ein Dagegen das Ganze nur noch mehr in die Länge ziehen würde.
Ich persönlich glaube, dass wir die Kraft und die Mittel haben, diese Krise zu bewältigen. Ich glaube, dass bei allen Kosten und Risiken auch viele kleine Chancen darin liegen. Ich hoffe, dass wir es schaffen, gemeinsam durch diese Durststrecke zu gehen ohne damit die extremen Flügel zu befeuern. Ich wünsche mir, dass jetzt die wirklich systemrelevanten Bereiche nicht nur kurzfristig in den Blickwinkel gerückt werden, sondern sich dort nachhaltig die Bedingungen verbessern werden. Ich glaube, dass wir momentan als Solidargemeinschaft zusammenstehen können - auch wenn wir physisch 2m Abstand halten.
Bitte passt nicht nur auf Euch, sondern auch auf Eure Mitmenschen auf.
Übrigens: Ich stehe ja auf Zeichentrickfilme. Und das ist einer meiner liebsten Filme zum Thema "Pragmatik"
Jetzt kann man Dali mögen oder auch nicht. Hilft aber ja nichts. Wenn man in einem Dali-Gemälde lebt, interessiert es keinen, ob es einem gefällt.
Mir persönlich hilft ja da meine pragmatische Art weiter. Ich zucke mit den Schultern, denke mir: Ist halt jetzt so und mache so gut es geht weiter.
Und jetzt kommt das Tolle daran: Bisher ist es immer gut weitergegangen. Vielleicht nicht in allen Aspekten, aber insgesamt. Ich fand die Krebserkrankung als solche nicht prickelnd, aber insgesamt hat sie mir gezeigt, wie stark ich bin und wer alles zu mir hält und ich habe meine Prioritätenliste neu sortiert. Unsere wirtschaftlich engen Zeiten waren kein Spaß - aber sie haben mir gezeigt, dass mein Mann und ich gemeinsam alles schaffen können....
Im Leben kommen immer wieder Situationen, die so keiner haben wollte und mit denen man trotzdem klar kommen kann und muss. So ist das Leben.
Momentan erlebe ich, dass viele Menschen extrem verunsichert sind. Das kann ich auch gut verstehen. Denn zur Zeit ist eigentlich nur eines wirklich sicher: Dass wir nicht wissen, was morgen ist. Gut, wenn wir ehrlich sind, ist das auch immer so - aber normalerweise geben wir uns einer Illusion von Sicherheit hin, weil wir zumindest relativ wahrscheinlich sagen können, was morgen ist. In der derzeitigen Lage können wir das nicht, weil in dieser Situation noch niemand von uns war.
Klar kann man sich Gedanken machen, ob das alles angemessen ist, ob überreagiert wird, ob wir uns zu schnell unsere Rechte aus der Hand nehmen lassen, ... Kann man, bringt aber wahrscheinlich nicht viel. Denn selbst wenn es so ist: Was will man denn tun? Widerstand leisten? Sich trotzdem versammeln? Mit welchem Nutzen?
Wer mich kennt weiß, dass ich kein Nicker bin. Von der Tendenz her bin ich eher ein Dagegen-Pinguin. (Mein Chef hat mir mal eine gewisse Renitenz bescheinigt...) Aber ich bin nicht um jeden Preis dagegen. Ich versuche abzuwägen. Und bei der momentanen Abwägung komme ich an den Punkt, dass ein Dagegen das Ganze nur noch mehr in die Länge ziehen würde.
Ich persönlich glaube, dass wir die Kraft und die Mittel haben, diese Krise zu bewältigen. Ich glaube, dass bei allen Kosten und Risiken auch viele kleine Chancen darin liegen. Ich hoffe, dass wir es schaffen, gemeinsam durch diese Durststrecke zu gehen ohne damit die extremen Flügel zu befeuern. Ich wünsche mir, dass jetzt die wirklich systemrelevanten Bereiche nicht nur kurzfristig in den Blickwinkel gerückt werden, sondern sich dort nachhaltig die Bedingungen verbessern werden. Ich glaube, dass wir momentan als Solidargemeinschaft zusammenstehen können - auch wenn wir physisch 2m Abstand halten.
Bitte passt nicht nur auf Euch, sondern auch auf Eure Mitmenschen auf.
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